Frankiermaschine

Die Frankiermaschine wurde bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden. Bei den ersten Varianten handelte es sich um Handfrankiermaschinen, bei denen die notwendigen Guthaben teilweise direkt am Postschalter aufgeladen werden mussten. Heute ist die Aufladung per Telefon und per Internet üblich. Eine Frankiermaschine besitzt mehrere versiegelte Zählwerke, die von der Deutschen Post unregelmäßig ohne vorherige Ankündigung kontrolliert werden dürfen. Bei neueren Geräten sind diese Kontrollen auch per Fernwartung möglich.

Frankiermaschinen, die auch als Freistempelmaschinen oder Frankiersysteme bezeichnet werden, können mit mehreren Zusatzmodulen ausgestattet sein. Eine automatische Wiege- und Messeinheit sorgt dafür, dass immer das korrekte Porto auf die Sendungen aufgedruckt wird. Moderne Frankiersysteme können auch gleich die Briefumschläge mit verschließen. Eine größere Frankiermaschine kann mehrere hundert Briefe pro Minute automatisiert verarbeiten. Eine separate Zufuhr für Frankierstreifen bietet bei der Frankiermaschine die Chance, auch die Porto-Etiketten für dickere Sendungen einzeln oder in größeren Mengen ausdrucken zu können. Ein weiteres mögliches Extra bei der Frankiermaschine ist die Funktion der Kostenstellenzuordnung der ausgedruckten Porto-Werte. Sie ist vor allem in Großbetrieben und Behörden eine sehr sinnvolle Ergänzung.

Die älteren Maschinen arbeiten mit einem Druckwerk, das aus rotierenden Stempeln besteht. Die Frankiermaschine mit elektrischem Antrieb kann entweder das Tintenstahl-Druckverfahren oder den Thermotransferdruck nutzen. Auch sind inzwischen einige Modelle der Frankiermaschine mit einem Laserdruckwerk zu bekommen. Das hat auch Einfluss auf die Farben, in denen die Etiketten zum Frankieren von Sendungen gedruckt werden können. Normalerweise liefert eine Frankiermaschine blaue Ausdrucke. Wer andere Farben verwendet, muss mit Ausnahme der Frankit-Frankiermaschine ein Protokoll mit ausdrucken und an die Post übergeben.